Case Study: Wie Levamour mit Idealo-Repricing den eigenen Onlineshop skaliert

Vom TikTok Shop zum eigenen Onlineshop mit Idealo-Traffic: Wie der Parfüm-Händler Levamour mit automatischem Repricing seine Conversion-Rate verdoppelt hat.

Lev Butin und David Sherman im Podcast-Gespräch über Idealo-Repricing bei Levamour

Veröffentlicht am von Sergei Gaponik in Case Study Idealo Repricing

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Levamour verkauft arabische Parfüms über den eigenen Shopify-Shop. Im Podcast oben erzählen Lev Butin (Handel by Lev) und David Sherman, wie sie Idealo als Traffic-Kanal für den Shop aufgebaut haben. Das Video entstand in Kooperation mit PricePirate; alle Zahlen und Zitate stammen aus dem Gespräch.

Dieser Artikel folgt dem Aufbau des Videos – wer eine Stelle nachhören will, findet sie hier:

  • ab 03:15 – Vom TikTok Shop zum eigenen Onlineshop
  • ab 04:25 – Was Idealo für Händler kostet
  • ab 06:45 – Das Problem: manuell gegen automatisierte Konkurrenz
  • ab 11:15 – Repricing nach Mindestmarge
  • ab 12:40 – Die Analyse: 60 von 150 Produkten übersehen
  • ab 14:35 – Einarbeitung und Support
  • ab 16:55 – Diversifizierung und Cashflow
  • ab 21:50 – Vertrauen schlägt Bestpreis: die Ergebnisse
  • ab 24:50 – Anbindung: ein Kanal, der nebenbei läuft

Vom TikTok Shop zum eigenen Onlineshop

Levamour startete im TikTok Shop. Der Kanal funktionierte, hatte aber einen strukturellen Haken: Der gesamte Traffic hing an TikTok – und dort wiederum an Influencern und eigenem Content.

Beim TikTok Shop bist du sehr stark abhängig von den Influencern. Du schickst Samples raus, die machen Videos – und wenn irgendwas schiefgeht, ein Influencer postet nicht oder das Sample geht nicht pünktlich raus, stimmt der Umsatz am Ende des Tages nicht.

Die Konsequenz war klar: Der eigene Onlineshop sollte ein zweites Standbein bekommen, das nicht von Content und Kreativleistung abhängt. Die Wahl fiel auf Idealo – aus einem einfachen Grund: Wer dort sucht, will kaufen. Anders als bei TikTok muss die Kaufabsicht nicht erst durch Videos erzeugt werden; auf Idealo vergleichen Käufer nur noch, bei wem sie bestellen. Lev kannte das Prinzip aus seiner Amazon-Zeit – die Parallele zum dortigen Repricing-Game sollte später noch wichtig werden.

Was Idealo für Händler kostet

Dass der Kanal kostenpflichtig ist, gehört zur Kalkulation dazu: Idealo rechnet pro Klick ab – bei Levamour sind das 51 Cent, die bei jedem Klick auf das Angebot anfallen, unabhängig davon, ob der Besucher kauft.

Da muss man sehr genau sein. Wir hatten am Anfang große Schwierigkeiten, das richtig in unsere Marge einzubeziehen – und die Marge zunächst zu niedrig angesetzt im Vergleich zu den Klickkosten. Schlimm war das nicht, weil wir es schnell anpassen konnten.

Die Klickkosten sind dabei kein Nachteil, sondern eine saubere Rechengrundlage: Im Idealo-Dashboard sieht Levamour die Klicks pro Produkt und kann sie fest in die Marge einplanen. (Wie Anmeldung, Datenfeed und Kostenmodell grundsätzlich funktionieren, erklärt unser Guide Bei Idealo verkaufen.)

Das Problem: manuell gegen automatisierte Konkurrenz

Die ersten Erfolge kamen bei neuen Releases, wo Levamour oft einer der wenigen Anbieter war. Bei etablierten Parfüms sah es anders aus: Der manuell eingetragene Preis landete regelmäßig weit unten in der Angebotsliste.

Da hatten wir zwei Probleme. Erstens die Sichtbarkeit: Je weiter unten wir stehen, desto unsichtbarer sind wir für den Käufer. Das zweite, sehr große Problem: Der Käufer schaut sich alle Angebote an, klickt auch auf unser Angebot – wir tragen die Klickkosten – aber gekauft hat er am Ende woanders. Das sind leere Kosten.

Der Versuch, dagegen manuell anzupreisen, scheiterte an der Konkurrenz. Die etablierten Händler im unteren Preisbereich arbeiten selbst mit automatischer, dynamischer Preisanpassung:

Wir haben den Preis angepasst – drei Minuten später war er schon wieder unterboten. Das war kein effektiver Ansatz.

Bei rund 150 Produkten im Sortiment war das Rennen per Hand nicht zu gewinnen:

Bei 150 Produkten manuell den Preis anzupassen und sich alles anzugucken – ich will gar nicht wissen, wie viel Zeit wir da verbracht hätten. Wir wären jetzt noch nicht fertig.

Die Suche nach einem Repricer für Idealo führte zu PricePirate. (Wie automatisches Repricing auf Idealo grundsätzlich funktioniert, lesen Sie im Beitrag Idealo Repricing.)

Repricing nach Mindestmarge statt Bauchgefühl

Statt Preise zu tippen, hinterlegte Levamour einmalig seine Regeln: Die Einkaufskosten waren in Shopify ohnehin gepflegt, darauf wurde eine Mindestmarge definiert – und das Repricing auf alle Produkte angewendet.

Man rechnet sich einmal seinen Mindestpreis aus, den man braucht, um Gewinn zu machen. Der Repricer geht dann nicht weiter runter – wenn ein Konkurrent plötzlich einen Euro anbietet, gehst du da nicht mit. Da muss keine Panik entstehen, dass am Ende kein Profit mehr übrig bleibt.

Für Lev war das der Unterschied zu den Repricing-Tools, die er von Amazon kannte: Dort gab man einen festen Mindestpreis an – bei PricePirate arbeitet das System direkt mit der gewünschten Marge und bezieht die hinterlegten Einkaufskosten in die Kalkulation ein.

Die Analyse: 60 von 150 Produkten übersehen

Der zweite Aha-Moment kam mit der Analyse. PricePirate zeigt pro Listing unter anderem die Volatilität – also wie oft sich die Preise auf einem Listing ändern – und macht damit sichtbar, wo sich Preisanpassungen überhaupt lohnen. Die Anzahl der Preisanpassungen lässt sich gezielt auf die Listings konzentrieren, auf denen Bewegung ist.

Nach der Analyse haben wir gesehen: Bei knapp 60 von 150 Produkten hätten Preisanpassungen vorgenommen werden können, die durchaus Sinn ergeben hätten. Margentechnisch hätte alles gepasst – wir hatten es manuell schlicht nicht auf dem Schirm. Das ist Umsatz, den man liegen lässt.

Einarbeitung und Support

Das Setup entstand nicht über Nacht: In den ersten ein bis zwei Monaten baute Levamour gemeinsam mit dem PricePirate-Support das Fundament auf – Branche verstehen, Analysewerte verstehen, Strategie einstellen. Den Support hebt David dabei ausdrücklich hervor – nicht als Floskel, sondern als Abgrenzung:

Heutzutage hast du bei neuen Tools oft irgendeinen KI-Agenten, der dir bei speziellen Fragen keine detaillierte Antwort liefern kann. Einen persönlichen Ansprechpartner zu haben ist ein sehr großer Pluspunkt und hat uns viel Zeit erspart.

Auch das eine oder andere eigene Feature hat Levamour angefragt – und umgesetzt bekommen.

Diversifizierung und Cashflow

Mit Idealo als zweitem Kanal änderte sich die Abhängigkeitsfrage grundlegend:

Dadurch, dass wir jetzt mehrere Verkaufskanäle haben, sind wir breit gestreut und nicht mehr auf einen einzelnen angewiesen. Je diversifizierter du bist, desto unabhängiger bist du.

Dazu kommt ein Punkt, der oft übersehen wird: der Cashflow. Beim TikTok Shop wartete Levamour rund zwei Wochen nach Zustellung auf die Auszahlung – im eigenen Onlineshop ist das Geld deutlich schneller da. Und während Marktplätze Verkaufsgebühren nehmen, fällt im eigenen Shop nur der kalkulierbare Klickpreis an.

Vertrauen schlägt Bestpreis: die Ergebnisse

Den deutlichsten Effekt sah Levamour in der Conversion-Rate – also dem Anteil der bezahlten Klicks, die tatsächlich zu Bestellungen werden:

Seit dem Repricer haben wir die Conversion-Rate gut verdoppelt.

Interessant ist dabei, dass Levamour nicht bei jedem Produkt der günstigste Anbieter sein muss. Ein spezialisierter Shop mit sauberem Auftritt gewinnt Käufer auch gegen große Plattformen:

Nehmen wir an, du bist auf Platz 2, weil Kaufland drei Euro günstiger ist und deine Marge den Preis nicht hergibt. Der Käufer geht trotzdem auf deinen Shop, sieht: alles verständlich, vertrauenswürdig, auf Parfüm spezialisiert – und gibt dann tendenziell doch die drei Euro mehr aus, hat aber ein gutes Gefühl beim Kauf.

Das gute Kauferlebnis zahlt sich doppelt aus: In Shopify sieht Levamour inzwischen Kunden bei der fünften oder sechsten Bestellung – teilweise auch dann, wenn der Preis gerade nicht der niedrigste war. Wie stark Preisposition und Shop-Vertrauen zusammenspielen, haben wir im Beitrag Conversion-Rate auf Idealo optimieren ausführlicher aufgeschrieben.

Anbindung: ein Kanal, der nebenbei läuft

Die technische Anbindung des Shopify-Shops an Idealo lief über Idealo EasyConnect – auch das ein Punkt, in den Levamour bewusst keine eigene Zeit investiert hat. Heute läuft der Kanal weitgehend ohne Zutun:

Man setzt einmal das Setup auf und hat eine zusätzliche Einnahmequelle. Idealo ist etwas, das wir nebenbei machen – wir müssen uns um sehr wenig kümmern, und das Ergebnis ist sehr überzeugend.

Was andere Händler daraus mitnehmen können

Die Levamour-Geschichte lässt sich auf drei Punkte verdichten:

  1. Idealo lohnt sich als Diversifizierung – gerade für Händler, deren Traffic an einem einzigen Marktplatz oder Kanal hängt. Käufer kommen mit Kaufabsicht; der Kanal braucht keinen Content, sondern die richtige Preisposition.
  2. Manuelles Repricing scheitert an der Konkurrenz. Wer gegen Händler antritt, deren Preise sich im Minutentakt anpassen, verliert das Rennen per Hand – und zahlt Klickkosten für Angebote, die nicht konkurrenzfähig positioniert sind.
  3. Die Marge gehört ins System, nicht ins Bauchgefühl. Einkaufskosten pflegen, Mindestmarge definieren, automatisch anpassen lassen – und über die Analyse erkennen, auf welchen Listings Bewegung ist und wo Umsatz liegen bleibt.

Sie möchten Idealo als Verkaufskanal aufbauen wie Levamour? PricePirate automatisiert Ihr Idealo-Repricing direkt aus Shopify – mit Mindestmargen, die Ihre Kalkulation schützen. Jetzt kostenlos testen und PricePirate in einer persönlichen Demo kennenlernen.


PricePirate ist ein unabhängiges Produkt der UCX Media und steht in keiner geschäftlichen, partnerschaftlichen oder sonstigen Verbindung zur idealo internet GmbH.

Veröffentlicht am von Sergei Gaponik in Case Study Idealo Repricing

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